Über mich

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Ansonsten erfahren Sie hier noch mehr über mich:

Wie ich das Schreiben entdeckte

Ich schreibe, um zu verarbeiten. Ich schreibe, um zu lernen. Und ich schreibe, um mich selbst zu verwirklichen. Dass ich dem Fußball so verbunden bin, liegt daran, dass ich mit ihm sozialisiert wurde. Eine hochemotionale Sportart, die ich selbst bis zu meinem 25. Lebensjahr ausgeübt habe – auf eher bescheidenem Niveau.

Dann bin ich in eine neue Stadt gezogen. Ich intensivierte das Schreiben. Statt selbst gegen den Ball zu treten, versuchte ich nun, jene zu verstehen, die das viel besser können als ich. Schon als Spieler war ich sehr interessiert daran, wie die alltägliche Arbeit von Trainer:innen aussieht und wie sie Einfluss nehmen auf ihre Teams. Mein Vater war selbst Trainer. Mein Trainer. Das hat mich geprägt.

2015 eröffnete ich meinen ersten eigenen Blog. Dort drehte sich alles um den FC Bayern München. Indem ich Fragen an mich selbst stellte, lernte ich dazu. Warum schossen die Bayern heute seltener aufs Tor als sonst? Welchen Vorteil hat es, gegen einen bestimmten Gegner mit Dreierkette zu spielen?

Wie ich zum Sportjournalismus fand

Ich las viele Artikel, Blogeinträge und Bücher zu den Themen Taktik und Strategie. Ich wollte das Spiel besser verstehen und meine Erkenntnisse anschließend in Texten verarbeiten und selbst zur Anwendung bringen, indem ich Spiele und ihre Protagonist:innen analysierte.

Anfang 2016 bekam ich dann von Miasanrot.de die Möglichkeit, mich auf einer größeren Bühne zu beweisen. Miasanrot.de ist der reichweitenstärkste Blog zum FC Bayern in Deutschland. Mein Sprungbrett in den Sportjournalismus.

Schreiben als Lernprozess. Aber auch Sprechen als Lernprozess. Denn im Miasanrot-Podcast bin ich seit einiger Zeit der Co-Host, wodurch ich mir wichtige Erfahrungen im Bereich der gesprochenen Sprache aneignen konnte, die mir bei Gastauftritten im Fernsehen, Radio oder bei anderen Podcastformaten sehr geholfen haben. Ich weiß zudem, wie man Podcasts plant, vorbereitet, moderiert, aufnimmt und schließlich produziert.

Was sich daraus ergeben hat

Von der Miasanrot-Bühne gelang mir der Sprung in eine breitere Öffentlichkeit. Seit 2019 schreibe ich regelmäßig Artikel für verschiedene Medien wie beispielsweise n-tv, seit 2022 bin ich freier Mitarbeiter bei SPOX und GOAL. Ich habe gelernt, mich pointierter und vielseitiger auszudrücken. Darüber hinaus wurde ich in den letzten Jahren als Experte in verschiedene TV-, Podcast- und andere Internet-Formate eingeladen. Beispiele:

Außerdem habe ich seit 2017 fünf Bücher geschrieben. Vor allem „Generation Lahmsteiger“ liegt mir dabei sehr am Herzen. Ein Buch, das sich emotional und fachlich intensiv mit der Zeit auseinandersetzt, die mich als Fußballfan und Autor sehr geprägt hat: Die Ära des FC Bayern zwischen 2009 und 2019.

Die Gala zum Deutschen Fußball-Kulturpreis 2019 in Nürnberg.

„Generation Lahmsteiger“ wurde 2019 von Philipp Köster für den Preis „Fußballbuch des Jahres“ nominiert. „Er erzählt sympathisierend, ohne die Vereinsbrille auf die Nase zu klemmen. Und das macht ‘Generation Lahmsteiger’ zu einem Buch, das eine großartige Ära erklärt und eben auch, warum sie jetzt zu Ende ist. Ein wichtiges Buch“, schreibt Köster.

Dass ich aus der Vergangenheit durchaus weiß, was es bedeutet, Fußballfan zu sein und diese Emotionalität zu spüren und zu leben, hilft mir zwar dabei, Sachverhalte einzuordnen und zu bewerten. Als freier Journalist habe ich aber eine Distanz entwickelt, die es mir ermöglicht hat, Emotionen von meiner Arbeit zu trennen. Das Werk „Generation Lahmsteiger“ ist deshalb für mich auch eine Art Abschluss mit meinem Dasein als Fan, in dem ich in Teilen emotional auf das zurückblicke, was mich prägte.

Wohin ich will

In Zukunft will ich weiterhin meine Expertise zum FC Bayern im öffentlichen Diskurs einbringen. Gleichzeitig möchte ich zumindest ein bisschen der Schublade des FC Bayern entwachsen. Meine Arbeit war bereits in den letzten Jahren sehr vielschichtig. Für Miasanrot arbeitete ich beispielsweise intensiv an Gegneranalysen, um unseren Leser:innen schon vor den stattfindenden Partien einen detaillierten Eindruck vom kommenden Gegner zu verschaffen.

Ich schaue wöchentlich viele Fußballspiele – national wie international. Außerdem habe ich mir ein kleines Netzwerk mit Expert:innen aus unterschiedlichen Bereichen aufgebaut, mit denen ich mich regelmäßig austausche.

Ich will dieses Wissen zukünftig nicht nur in Spielvorschauen mit Bayern-Bezug einfließen lassen, sondern mich als Journalist thematisch insgesamt breiter aufstellen. Deshalb schreibe ich zunehmend über die beiden Bundesligen der Männer und der Frauen in Deutschland sowie den internationalen Fußball. Mich interessieren darüber hinaus die politischen und gesellschaftlichen Dimensionen des Fußballs.

Was mir wichtig ist

Im Jahr 2021 wurde auf dem Publikationsserver der Universität Potsdam meine Bachelorarbeit veröffentlicht, in der ich anhand ausgewählter Beispiele vergleichend die sprachlichen Manipulationsstrategien von AfD und NSDAP analysiere. Seit meiner Auseinandersetzung mit diesem Thema habe ich nochmal eine andere Sensibilität für Sprache entwickelt.

Sprache

Mit Sprache können wir im positiven wie im negativen Sinne Meinungen, Menschen und Entwicklungen beeinflussen. In Teilen der Medienlandschaft geht es häufig darum, “klare Kante” zu repräsentieren, was nicht selten eine Eindeutigkeit impliziert, die es so in den meisten Fällen nicht gibt. Ich stehe nicht nur für einen sensiblen und inklusiven Sprachgebrauch, sondern auch für eine differenzierende und abwägende Haltung ein. Sachverhalte sind in den meisten Fällen komplexer als simples Schwarz-Weiß-Denken.

Werte

Eindeutigkeit ist mir hingegen wichtig, wenn es um Rassismus, Sexismus, Homo- und Transfeindlichkeit sowie andere menschenverachtende Einstellungen geht. Fußball und Sport lassen sich nicht von gesellschaftlichen und politischen Themen trennen. Im Gegenteil: Sie sind Teil dessen und können sich vor ihrer Verantwortung nicht verstecken. Und so verstehe ich es auch als Teil meiner Arbeit, immer wieder klar Position zu beziehen. Für eine Zukunft, in der Menschenrechte selbstverständlicher werden, als sie es aktuell sind.

Lernen

In erster Linie begreife ich die meisten meiner Beiträge als Diskussionsbeiträge. Die daraus resultierenden Interaktionen helfen mir dabei, als Autor und Mensch zu wachsen und mich weiterzuentwickeln. Ich sehe mich primär nicht als Experte, sondern als Fußballbeobachter, der verstehen möchte, was auf und neben dem Platz passiert. Der daraus entstehende Lerneffekt ist für mich der größte Gewinn und deshalb auch der entscheidende Antrieb für meine Arbeit, die diesen fortlaufenden Erkenntnisgewinn repräsentiert.

Aber Sprache dichtet und denkt nicht nur für mich, sie lenkt auch mein Gefühl, sie steuert mein ganzes seelisches Wesen, je selbstverständlicher, je unbewußter ich mich ihr überlasse.

– Victor Klemperer, LTI

Im Jahr 2022 werde ich erstmals hauptberuflich im Sportjournalismus tätig sein. Und deshalb bin ich auch stets auf der Suche nach weiteren Aufträgen. Sie sind an einer Zusammenarbeit interessiert? Dann kontaktieren Sie mich.